AGOF veröffentlicht mobile facts 2010

Seit diesem Jahr erhebt die AGOF die Reichweite und Strukturen mobiler Angebote „mobile facts“.

62,38 Millionen Menschen der deutschsprachigen Wohnbevölkerung haben ein Mobiltelefon in ihrem Haushalt, d.h. neun von zehn Menschen (88,5 Prozent) haben ein Handy. Laut der aktuellen AGOF mobile facts 2010 zählen 9,13 Millionen der Deutschen ab 14 Jahren zu den Unique Mobile Usern, d. h. 14,6 Prozent der Mobiltelefonbesitzer in Deutschland haben innerhalb der letzten 30 Tage im Erhebungszeitraum auf eine mobile-enabled Website zugegriffen.

Die Methodik:

Zur Beschreibung der Mobile-Werbeträger und Abbildung von Nutzungsvorgängen wird die pixelbasierte technische Messung (site-centric) eingesetzt, die auch die Grundlage für die Ermittlung der Werbeträger-Reichweiten ist. Sie wird im ersten Schritt über Daten aus einer eigens konzipierten Online-Befragung (OnSite-Befragung) ergänzt. Die Validität der Daten bleibt davon unberührt. Die Ausweitung dieser technischen Messsäule auf Gateway-Daten erfolgt gemäß grundsätzlichem Studienmodell der mobile facts in weiteren Schritten.
Für eine Stichprobe anonym erhobener Nutzungsdaten werden über eine eigene Erhebung anonyme, idealtypische Soziodemografie-Profile mit wenigen, trennscharfen Merkmalen gebildet. Über eine offline durchgeführte Repräsentativbefragung, die umfangreiche soziodemografische Daten erhebt, wird schließlich eine Hochrechnung der konsolidierten Nutzungsdaten auf die gesamte Nutzerschaft vorgenommen. Für die Datenmodellierung und die Repräsentativbefragung konnte dabei The Nielsen Company als etablierter Dienstleister gewonnen werden, die technische Messung wird von INFOnline betrieben.

Quelle: AGOF

Die Erhebung der mobilen Nutzungsdaten durch AGOF kommt zu folgendem Ergebnis:

Im Erhebungszeitraum 2010, wurde das mobile Internet von 9,13 Mio. Deutschen ab 14 Jahren, das sind 12,9 Prozent der deutschsprachigen Wohnbevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren, genutzt.

Dabei zeigt sich, dass Männer bei der mobilen Internetnutzung klar dominieren (67,0 Prozent Männer zu 33,0 Prozent Frauen) und damit im Vergleich zur Gesamtbevölkerung (49,3 Prozent Männer zu 50,7 Prozent Frauen) einen überdurchschnittlichen Anteil aufweisen. Bei der Altersstruktur der Unique Mobile User führen die 40- bis 49-Jährigen (22,5 Prozent), gefolgt von den 20- bis 29-Jährigen (21,0 Prozent) und den 30-bis 39-Jährigen (19,9 Prozent). Und auch beim Bildungsgrad liegen die Unique Mobile User im Vergleich zur Gesamtbevölkerung deutlich über dem Durchschnitt, so haben 46,2 Prozent der Unique Mobile Usern die Hochschulreife (27,2 Prozent bei der Gesamtbevölkerung). Der hohe Bildungslevel sowie die große Zahl an Berufstätigen (74,9 Prozent der Unique Mobile User sind in Voll- oder Teilzeit berufstätig) schlägt sich auch in der Einkommenssituation der Haushalte nieder: Mehr als ein Drittel (37,9 Prozent) der Unique Mobile User verfügt über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von über 3.000 Euro.

Nutzungsschwerpunkte von mobilen Endgeräten:

An erster Stelle bei der kommunikativen Nutzung steht das Senden und Empfangen von Textmitteilungen/SMS, das von 87,3 Prozent der Unique Mobile User durchgeführt wird. Es folgen das Senden und Empfangen von E-Mails über den Browser (60,7 Prozent) sowie Bildübertragungen/MMS (45,5 Prozent) – d. h. Automatisierte Benachrichtigungsdienste – z. B. Hinweise zu Sportergebnissen, Wetter oder Börsenkursen – nutzen mit 24,6 Prozent gut ein Viertel der Unique Mobile User. Instant Messaging, also die Kommunikation via IM’s wie Windows Live Messenger oder AIM auf dem Mobiltelefon, wird von 22,6 Prozent der Unique Mobile User ausgeübt. Video Messaging, d. h. das Senden und Empfangen von personalisierten Videos, machen 8,7 Prozent der Unique Mobile User.beispielsweise die Übertragung von Bildern, Grafiken, Video oder Audio-Dateien.

Quelle: AGOF

Den vollständigen Berichtsband zur mobile facts 2010 können Sie hier herunterladen.

Alle Grafiken und Tabellen können Sie als ppt oder als pdf herunterladen.


Trendstudie: Die Entwicklung von Mobile Couponing

Heute präsentiere ich euch die erste Grafik aus Bereich Mobile Couponing. Hier wird anhand einzelner Kanäle im Zeitverlauf die Entwicklung von Mobile Gutscheinen recht anschaulich verdeutlicht. Bereits im Jahr 2014 wird ein Marktpotential von $6,5 Mrd. postuliert. Tendenz stark steigend. Einer der Gründe ist die technologische Weiterentwicklung der massenmarkttauglichen Mobiltelefone mit einem nutzerfreundlichen Internetzugang in Verbindung mit einer entsprechenden Tarifstruktur der Provider.

Mobile Coupons Trends
Mobile Coupons Trends

Vielen Dank an Heike Scholz für die Identifikation und Bereitstellung dieser Trend-Grafik. Wer sich für Themen aus dem Mobilfunk interessiert, dem sei das Blog mobile zeitgeist sehr ans Herz gelegt.