iPad und Tablet-PC in Deutschland

Das iPad

450.000 iPads sollen 2010 in Deutschland verkauft worden sein, weltweit sollen es über 10 Mio sein. Und für dieses Jahr sagt Gartner eine regelrechte Flunderparty voraus: Die Marktforscher erwarten einen weltweiten Absatz von 55 Mio Tablet-PCs. Davon könnten 10 bis 15 Mio Geräte nicht das Apple-Logo tragen.

Andere Analysten sind etwas zurückhaltender: Shawn DuBravac, Chefanalyst der Consumer Electronic Association, rechnet für dieses Jahr insgesamt mit 30 Mio verkauften Flachrechnern. Dazu kommen sollen nochmal 19 Mio E-Book-Reader.

Und Marktbeobachter der Yankee Group erwarten, dass die Umsätze mit Tablet-Rechnern bis Ende 2014 auf 46 Mrd Dollar anschwellen werden; 2010 lag der Umsatz bei 16 Mrd Dollar. Dieser Markt wachse demnach rascher als der für HD-Fernseher, Konsolen und MP3-Player. Der Durchschnittsspreis pro Tablet-PC werde Prognosen der Yankee Group zufolge von 649 Dollar (2010) auf 237 Dollar im Jahr 2015 sinken.

Quelle: Kress.de/ Autor Roman Höfers

450.000 verkaufte Tablet PC in Deutschland

PC-Verkäufe erreichen Rekordwert

  • Tablet-PCs etablieren sich als zusätzliche Geräteklasse
  • Jeder zehnte Deutsche hat sich 2010 einen Computer gekauft
  • Umsätze steigen trotz des scharfen Preiswettbewerbs
Die PC-Verkäufe haben einen neuen Rekordwert erreicht. Das geht aus aktuellen Daten des Hightech-Verbands BITKOM hervor. Danach wurden im Jahr 2010 rund 13,7 Millionen PCs verkauft, was einem Zuwachs von 13 Prozent entspricht. „Das Geschäft mit Personal Computern boomt in allen Bereichen. Sowohl Privatverbraucher als auch Unternehmen decken sich mit Geräten ein“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Einen kräftigen Schub brachte das Weihnachts- und Jahresendgeschäft. Nach BITKOM-Berechnung hat sich jeder zehnte Bundesbürger im vergangenen Jahr einen neuen Computer angeschafft. 60 Prozent aller verkauften PCs gehen an Privatverbraucher, 40 Prozent an gewerbliche Nutzer in Unternehmen oder Behörden. Auch für das Jahr 2011 ist der BITKOM optimistisch. Nach seiner Prognose wird der PC-Absatz im neuen Jahr erneut um 12,3 Prozent auf 15,4 Millionen Stück zulegen.

Gut zwei Drittel (69 Prozent) des PC-Marktes entfallen inzwischen auf tragbare Computer. Mit 9,5 Millionen Stück wurden im vergangenen Jahr 16 Prozent mehr mobile Computer verkauft als im Vorjahr. Allerdings ging der Verkauf der kleineren Netbooks um 12 Prozent auf 1,7 Millionen Stück zurück. „Die handlichen Netbooks stehen im direkten Wettbewerb mit den neuen Tablet-PCs, die über den Bildschirm gesteuert werden“, sagte Scheer. Beide Geräteklassen sprechen eine ähnliche Kundengruppe an, die für den mobilen PC-Einsatz leichte, handliche Geräte bevorzugt. Nach BITKOM-Berechnungen wurden 2010 rund 450.000 Tablet-PCs in Deutschland verkauft.

Aus Sicht des BITKOM sehr erfreulich ist das Comeback der stationären Rechner. Mit 4,2 Millionen Stück wurden erstmals seit Jahren wieder mehr stationäre PCs verkauft als im Vorjahr (plus 6 Prozent). Viele Verbraucher interessieren sich für so genannte All-in-One-Geräte, in denen Komponenten wie Prozessor, Festplatte und DVD-Brenner in das Bildschirmgehäuse integriert sind. „Sehr gut läuft das Geschäft mit Unternehmen, die im Rahmen der wirtschaftlichen Erholung wieder verstärkt in neue Computer investieren“, sagte Scheer.

Der Umsatz mit Personal Computern einschließlich Tablet-PCs ist im Jahr 2010 um 8,2 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro gewachsen. Im Jahr 2011 rechnet der BITKOM mit einem weiteren Anstieg von 6,5 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro. „Dank neuer, hochwertiger Geräte steigen die Umsätze trotz des scharfen Preiswettbewerbs bei Hardware-Produkten“, sagte Scheer. Im Krisenjahr 2009 war der Umsatz mit PCs wegen sinkender Preise gefallen, obwohl die Absatzzahlen dank der starken Netbook-Nachfrage um 6 Prozent zulegen konnten.