Studie: Jeder Zweite geht nie ohne sein Handy aus dem Haus

  • Vor allem Jüngere haben das Gerät immer dabei
  • 59 Millionen Bundesbürger besitzen derzeit ein Mobiltelefon
  • BITKOM veröffentlicht Donnerstag Studie zu Informationsflut
Berlin, 30. März 2011 – Jeder zweite Handybesitzer (51 Prozent) geht nie ohne sein Mobiltelefon aus dem Haus. Das hat eine Studie im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM ergeben. „Das Handy ist für viele Deutsche zum ständigen Begleiter geworden“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. 83 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahren besitzen ein Handy, das sind 59 Millionen Bundesbürger. Weil zahlreiche Nutzer ein Zweitgerät haben, gibt es insgesamt sogar mehr Handys als Einwohner.Vor allem viele junge Menschen haben das Mobiltelefon immer dabei: 74 Prozent der 14- bis 29-jährigen Nutzer gehen nie ohne Handy aus dem Haus. Je älter die Handybesitzer, desto eher lassen sie das Gerät auch mal daheim. Nur ein Viertel der Senioren ab 65 Jahren nimmt es immer mit. „Dabei ist das Handy gerade für ältere Menschen ein Plus an Sicherheit, wenn etwa im Notfall ärztliche Hilfe benötigt wird“, so Scheer.

Am morgigen Donnerstag stellt der BITKOM eine neue Studie vor, die sich mit der Informationsflut im digitalen Zeitalter beschäftigt. Der Verband veröffentlicht dazu eine Umfrage unter Anwendern und gibt Tipps zum besseren Nachrichten-Management mit Handy und E-Mail. „Es ist gut, dass wir heute immer erreichbar sein können, wenn wir es möchten“, so Prof. Scheer. „Aber genauso wichtig sind bewusste Kommunikationspausen, um sich zu erholen oder konzentriert arbeiten zu können.“

Zur Methodik: Basis der Angaben ist eine Studie von Aris Umfrage-forschung im Auftrag des BITKOM, für die 1.003 Deutsche ab 14 Jahren repräsentativ befragt wurden.

Quelle: BITKOM

Zahl der mobilen Internetnutzer hat sich verdoppelt

  • Umfrage: Jeder Fünfte geht per Handy ins Web
Berlin, 21. März 2011 – Die Zahl derer, die per Handy im Internet surfen, hat sich in gerade mal einem Jahr fast verdoppelt. Mittlerweile geht fast jeder fünfte Internet-Nutzer in Deutschland (18 Prozent) per Mobiltelefon online. Das sind rund neun Millionen Menschen. Vor einem Jahr waren es nur zehn Prozent. Frauen nutzen den mobilen Handyzugang zum Internet mit 20 Prozent stärker als Männer (16 Prozent). Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. „Die Zukunft der Internet-Nutzung ist mobil, und Frauen sind die Trendsetter“, sagt René Schuster, Mitglied des BITKOM-Präsidiums. Dafür sorgt insbesondere der rasant steigende Absatz von Smartphones. Nach Schätzungen des Verbandes werden in diesem Jahr zehn Millionen dieser Geräte verkauft.Einige Internet-Nutzer gehen bereits ausschließlich mit ihrem Handy online – und nicht mit PC oder Notebook. „Die Zahl der Handy-Surfer wird weiter stark zunehmen“, sagt Schuster. Die Hauptgründe: Der Trend geht derzeit zu Smartphones mit größeren und hochwertigen Bildschirmen. Zudem wird der Ausbau der mobilen Super-Breitband-Netze mit der neuen Technologie LTE die Übertragung von Daten auf das Handy beschleunigen. Diese Nachfolgetechnologie von UMTS wird Geschwindigkeiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde erreichen. Bis Ende März werden rund 3.500 Mobilfunkstandorte in Deutschland auf LTE umgerüstet sein. 

Davon profitieren auch diejenigen, die mit einem mobilen Computer von unterwegs online gehen. Vor einem Jahr nutzte jeder Fünfte (20 Prozent) Laptop, Netbook oder Tablet-PC für den Webzugang; nun ist es jeder vierte (24 Prozent).

Insgesamt steigt der Umsatz mit mobilen Datendiensten im Jahr 2011 voraussichtlich um zwölf Prozent auf sieben Milliarden Euro. Nach Berechnungen des BITKOM hat sich die in den deutschen Mobilfunknetzen übertragene Datenmenge im vergangenen Jahr auf 70 Millionen Gigabyte mehr als verdoppelt. Das entspricht dem Inhalt von rund 15 Millionen DVDs.

Zur Methodik: Grundlage für die Angaben ist eine repräsentative Studie der Aris Umfrageforschung im Auftrag des BITKOM, für die im Januar 1.003 Deutsche ab 14 Jahren befragt wurden. Mehrfachnennungen waren möglich.

450.000 verkaufte Tablet PC in Deutschland

PC-Verkäufe erreichen Rekordwert

  • Tablet-PCs etablieren sich als zusätzliche Geräteklasse
  • Jeder zehnte Deutsche hat sich 2010 einen Computer gekauft
  • Umsätze steigen trotz des scharfen Preiswettbewerbs
Die PC-Verkäufe haben einen neuen Rekordwert erreicht. Das geht aus aktuellen Daten des Hightech-Verbands BITKOM hervor. Danach wurden im Jahr 2010 rund 13,7 Millionen PCs verkauft, was einem Zuwachs von 13 Prozent entspricht. „Das Geschäft mit Personal Computern boomt in allen Bereichen. Sowohl Privatverbraucher als auch Unternehmen decken sich mit Geräten ein“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Einen kräftigen Schub brachte das Weihnachts- und Jahresendgeschäft. Nach BITKOM-Berechnung hat sich jeder zehnte Bundesbürger im vergangenen Jahr einen neuen Computer angeschafft. 60 Prozent aller verkauften PCs gehen an Privatverbraucher, 40 Prozent an gewerbliche Nutzer in Unternehmen oder Behörden. Auch für das Jahr 2011 ist der BITKOM optimistisch. Nach seiner Prognose wird der PC-Absatz im neuen Jahr erneut um 12,3 Prozent auf 15,4 Millionen Stück zulegen.

Gut zwei Drittel (69 Prozent) des PC-Marktes entfallen inzwischen auf tragbare Computer. Mit 9,5 Millionen Stück wurden im vergangenen Jahr 16 Prozent mehr mobile Computer verkauft als im Vorjahr. Allerdings ging der Verkauf der kleineren Netbooks um 12 Prozent auf 1,7 Millionen Stück zurück. „Die handlichen Netbooks stehen im direkten Wettbewerb mit den neuen Tablet-PCs, die über den Bildschirm gesteuert werden“, sagte Scheer. Beide Geräteklassen sprechen eine ähnliche Kundengruppe an, die für den mobilen PC-Einsatz leichte, handliche Geräte bevorzugt. Nach BITKOM-Berechnungen wurden 2010 rund 450.000 Tablet-PCs in Deutschland verkauft.

Aus Sicht des BITKOM sehr erfreulich ist das Comeback der stationären Rechner. Mit 4,2 Millionen Stück wurden erstmals seit Jahren wieder mehr stationäre PCs verkauft als im Vorjahr (plus 6 Prozent). Viele Verbraucher interessieren sich für so genannte All-in-One-Geräte, in denen Komponenten wie Prozessor, Festplatte und DVD-Brenner in das Bildschirmgehäuse integriert sind. „Sehr gut läuft das Geschäft mit Unternehmen, die im Rahmen der wirtschaftlichen Erholung wieder verstärkt in neue Computer investieren“, sagte Scheer.

Der Umsatz mit Personal Computern einschließlich Tablet-PCs ist im Jahr 2010 um 8,2 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro gewachsen. Im Jahr 2011 rechnet der BITKOM mit einem weiteren Anstieg von 6,5 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro. „Dank neuer, hochwertiger Geräte steigen die Umsätze trotz des scharfen Preiswettbewerbs bei Hardware-Produkten“, sagte Scheer. Im Krisenjahr 2009 war der Umsatz mit PCs wegen sinkender Preise gefallen, obwohl die Absatzzahlen dank der starken Netbook-Nachfrage um 6 Prozent zulegen konnten.

Bitkom: Smartphone-Absatz 2011 über der 10-Millionen-Marke

Der Branchenverband Bitkom prognositiziert in seiner nachfolgenden Pressemeldung die Überschreitung der 10 Millionen Marke für Smartphones in Deutschland. Damit erreichen wir im kommenden Jahr eine Steigerung von ca. 39%.

Entwicklung der Smartphones in Deuschland 2011

  • Verkaufszahlen steigen in Deutschland um 39 Prozent
  • Smartphone-Boom sorgt für kräftiges Umsatzplus mit Handys
  • Durchschnittspreise bleiben weitgehend stabil

Berlin, 10. November 2010
Die Zahl verkaufter Smartphones soll im kommenden Jahr in Deutschland erstmals die Marke von 10 Millionen Geräten überschreiten. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Prognosen des European Information Technology Observatory (EITO). Danach steigt der Absatz der hochwertigen Multimedia-Handys im Jahr 2011 voraussichtlich um 39 Prozent auf gut 10 Millionen Stück. Damit wird jedes dritte neue Mobiltelefon ein Smartphone sein. Der Umsatz legt voraussichtlich um 35 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zu. „Die neueste Generation der Smartphones sorgt für einen Boom des gesamten Handy-Marktes“, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied René Schuster. Der Verkauf von Handys insgesamt wird im Jahr 2011 in Deutschland voraussichtlich um 6 Prozent auf 28,4 Millionen Stück steigen. Der Umsatz legt um 10 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zu. Im Jahr 2010 beträgt das Plus bei den Verkaufszahlen 3 Prozent auf 26,7 Millionen Stück. Das Umsatzwachstum liegt laut BITKOM im laufenden Jahr bei 6 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro.

Grund für den kräftigen Umsatzanstieg sind neben den steigenden Stückzahlen die höheren Durchschnittspreise für Smartphones im Vergleich zu Handys ohne Internet- und App-Funktionen. Smartphones kosten aktuell im Schnitt 226 Euro, andere Handys liegen bei 116 Euro. Nach der BITKOM-Prognose werden die Durchschnittspreise im kommenden Jahr lediglich um 5 Euro sinken. „Die Preise für Smartphones sind weitgehend stabil“, sagte Schuster. Die hochwertigen Geräte verfügen im Vergleich zu herkömmlichen Handys über einen größeren, in der Regel berührungsempfindlichen Bildschirm. Das erleichtert die Nutzung mobiler Internetanwendungen, Navigationsdienste oder Spiele. Nach einer BITKOM-Umfrage verfügt derzeit jeder fünfte Handy-Nutzer über ein Smartphone.
Hinweis zur Datenquelle: Das European Information Technology Observatory (www.eito.com) liefert aktuelle Daten zu den weltweiten Märkten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. Das EITO ist eine Tochter der Bitkom Research GmbH und arbeitet u.a. mit den Marktforschungsinstituten PAC, IDATE, IDC und GfK zusammen.

BITKOM: „Erst sechs von zehn Senioren haben ein Handy“

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Erst 61 Prozent der Bundesbürger ab 65 Jahren haben ein Handy. Das hat der Hightech-Verband BITKOM zum „Internationalen Tag der älteren Menschen“ mitgeteilt, der auf Beschluss der Vereinten Nationen jährlich am 1. Oktober begangen wird. Insgesamt besitzen 85 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren ein Handy. Das entspricht 61 Millionen Menschen, wie aus einer Erhebung des Instituts Forsa im Auftrag des BITKOM hervorgeht. Der Trend geht dabei zum Zweit- und Dritthandy, so dass BITKOM mit 111 Millionen Mobilfunk-Anschlüssen in Deutschland bis Ende 2010 rechnet.

BITKOM gibt Tipps, worauf ältere Kunden bei der Auswahl von Handy und Mobilfunktarif achten können:

1. Spezielle Seniorenhandys
Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Seniorenhandys, die von spezialisierten Anbietern auf den Markt gebracht wurden. Sie haben in der Regel ein gut ablesbares Display mit großer Schrift sowie größere Tasten. So klappt die Bedienung auch, wenn die Augen schon nach-gelassen haben. Häufig haben die Geräte eine spezielle Notruftaste. Bei einigen Geräten kann der Notruf so eingestellt werden, dass zuerst Angehörige angewählt werden und anschließend der Rettungsdienst, falls kein Familienmitglied antwortet. Einzelne Modelle haben sogar ein GPS-Modul, mit dem verletzte oder vermisste Personen geortet werden können. Manche Seniorenhandys bieten zudem spezielle Kurzwahl-Tasten für den schnellen Draht zu Angehörigen oder dem Hausarzt. Oft haben Seniorenhandys ein reduziertes Benutzermenü und bieten nur wenige Zusatzfunktionen wie SMS und Wecker. So manches neuere Modell sieht trotz größerer Abmessungen schick aus.

2. Senioren-geeignete Standard-Handys
Es muss nicht immer ein spezielles Seniorenhandy sein. Auch manche Großserien-Modelle bekannter Anbieter punkten mit großen Tasten und Displays sowie einfacher Bedienung. Wichtig ist, dass die Schrift gut lesbar angezeigt wird und die Menü-Struktur leicht verständlich ist. Häufig sind solche Handys im unteren Preisbereich zu finden. Geeignete Modelle können auf die wichtigsten Grundfunktionen beschränkt sein – nicht alle älteren Menschen wollen mobiles Internet und umfangreiche Multimedia-Funktionen nutzen. Wer einem älteren Angehörigen ein Handy schenken will, sollte überlegen, ob er das Gerät gemeinsam mit dem künftigen Nutzer auswählt. Dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Handy den individuellen Bedürfnissen entspricht.

3. Smartphones
Senioren, die Internet- und Multimedia-Funktionen nutzen möchten, sollten sich Smartphones genauer anschauen. Die Funktionsvielfalt mag auf den ersten Blick abschreckend sein, aber dafür punkten viele Geräte mit großen, berührungsempfindlichen Displays. Manche populäre Geräte lassen sich trotz ihrer Fülle an Funktionen einfach bedienen, die Schriftgröße lässt sich in den meisten Fällen anpassen. Ein Smartphone verlangt mehr Eingewöhnung als Standard- und Seniorenhandys, erlaubt dafür die mobile Nutzung von Online-Services und Navigation.

4. Tarifwahl
Viele Senioren gehören zu den Wenigtelefonierern. Für sie eignen sich Vorkasse-Tarife (Prepaid) oder grundgebührfreie Verträge. So wird nur gezahlt, was sie wirklich telefoniert wurde. Für Vieltelefonierer unter den Senioren kommen auch Verträge mit Inklusiv-Minuten oder Flatrates in Frage. Wer außerdem Internet-Funktionen nutzt, sollte prüfen, ob dafür ein zusätzlicher Daten-Tarif sinnvoll ist. Für gelegentliches Handy-Surfen kann eine Abrechnung nach Minuten oder genutztem Datenvolumen ausreichen, aber bei regelmäßigen Internet-Zugriffen ist in der Regel eine Flatrate oder ein Datenpaket mit Inklusiv-Volumen sinnvoll.

Zur Methodik: Die eingangs genannten Angaben basieren auf einer Erhebung des Instituts Forsa für den BITKOM. Dabei wurden 1.000 Deutsche ab 14 Jahren im August 2010 repräsentativ befragt.

Quelle: BITKOM